01. Dezember 2008

Logbuch, 3 ­ An der Grenze

Wieder die A1. Immer die A1. Dafür ist das Ziel an diesem grauen Tag ein neuartiges - die Showwelt. Kummerbuben auf SF 1. In einer Sendung, die noch keiner von uns je zu Ende gesehen hat: Die grössten Schweizer Hits. Wir kamen nachmittags um drei Uhr dort an. Im Romantikhotel in Gottlieben waren paar Zimmer für uns reserviert, ein Hotel direkt am See, mit dem romantisch-dunklen Charme eines Lynch-Films.
Vor der Bodensee-Arena wartete ein Karmera-Team. Wir ignorierten es, nicht aus Arroganz, eher aus Unbedarftheit. Erst später merkten wir, dass die tatsächlich wegen uns dort warteten. Im Innern der Showwelt lebte es sich ganz angenehm, man hatte uns eine kleine Garderobe vorbereitet, gleich neben der vom Jodlerklub Wiesenberg. Das Feyr vo dr Sehnsucht. Ein Song mit teilweise atemberaubenden Textpassagen. Egal.
Item. Die Bodensee-Arena steht, was uns vorher nicht bewusst war, gleich an der deutschen Grenze. Was heisst, dass wir zum Wasserlösen rasch auf Deutschland gehen konnten. Auch gleich bei der deutschen Grenze war unsere Ecke, wo wir rauchen durften. Und dort traf man auch auf die eine oder andere Person aus dieser Showwelt. So vergingen die zwei Tage in Windeseile. Wir assen gut. Tranken in einer Siebziger Jahre Bar. Und nach der Show hauten wir mit Personal aus dem Berner Musikkuchen noch etwas auf den Putz in einer Hotellobby. Dabei fanden zwei Herren zueinander, die sich als wunderbares Duo entpuppten. Unser Herr Batkovic und Greis unterhielten die stockdichte Meute, die in den Sesseln hingen, mit Hits und Shits aus siebzig Jahren Musikgeschichte. Nur Baldy stand kurzweilig auf, um etwas Elektroboogie zu tanzen, und Ritschi versuchte sich rasch in Freestyle. Die Szenen sind zwar teilweise aufgezeichnet, aber eine Veröffentlichung haben wir verzichtet. Man weiss ja nie: Manchmal ist es gut, solche Trümpfe in der Hinterhand zu behalten.

01. Dezember 2008

Logbuch, 2 ­ In der Parallelwelt

Noch vor unserem Auftritt in der Rudi-Carell-Show waren wir bei einem anderen wohlklingenden Namen aus der Showbranche: Stucki Pole. In seiner Sendung, die definitiv in die Rubrik Kult gehört: Die Musigstubete. Es war dies das erste Mal, dass es zum Clash zwischen uns und der Volksmusikszene kam. Und da wir schon vermuteten, dass dies ein denkwürdiger Abend werden könnte, nahmen wir noch selber ein paar Kameras mit, um die Szenerie zu filmen. Wir müssen zugeben, dass wir uns sogar etwas in die Senung reingeschmuggelt haben, um
Und es wurde tatsächlich ein denkwürdiger Abend. Nicht, weil man uns wie Eindringlinge behandelten, die wir eigentlich waren, sondern weil man uns mit Neugierde und Wohlwollen begegnete. Inmitten von Jodlerchörli, Örgelitrios und Schlagercombos fühlten wir uns pudelwohl. Nicht gerade dazugehörig, dass schon nicht, aber es war wirklich eine spannende Sache mit Muotathaler Örgeler und Oberländder Naturjodler abzuhängen. Und übrigens: Den Videoclip gibt es bald zu sehen!

01. Dezember 2008

Logbuch, 1 ­ Medley machen

Wir waren schon etwas baff. Da meldete sich das Schweizer Fernsehen bei uns und wollte uns einladen. Aber nicht etwa zum Freiheitskämpfer der Ununterhaltung Dani Beck. Nein, die fragten uns tatsächlich für die ganz grosse Kiste an. Die grössten Schweizer HIts. Als Showact. Da kann man ja auch nicht so tun und ablehnen wollen. Da ist zwar Roman Kilchsberger dabei, aber Hand aufs Herz: Der hat dafür auch den einen oder anderen Kalauer mehr auf Lager als Dani Beck. Item. Die vom Fernsehen: Also spielt bei uns. Wir so: Ja, eh. Die so: Macht aber gleich ein Medley mit neuen Songs. Wir so: Ja, aber wir müssen eine neue CD machen, haben keine Zeit. Die so: Spielt keine Rolle, wir haben Geld. Wir so: Feeehhd - machen wir. Paar Tage später fanden wir uns im Studio von Züri West wieder und nahmen auf.
An den Reglern stand ein Mann, der mal unseres Bassisten Jugendheld war: Küse Fehlmann, Saitenmann der Züris. Wer jetzt meint, dass man vielleicht auch den Kopf etwas höher trägt, wenn man so viel auf dem Kerbholz hat wie ein Fehlmann, der irrt: Der Mann hat gute Empathie, herrvoragenden Witz und die gewisse Strenge bewiesen, die es leider Gottes braucht, um diesen Flohsack namens Kummerbuben zusammenzuhalten. Das Resultat war nicht viel später ja im Fernsehen zu hören.

18. November 2008

Logbuch

Es ist so: Wir planen, eine neue CD zu machen. Es ist kein Geheimnis: Ein Tonträger bedeutet Blut, Schweiss und Tränen. Viel Zigaretten, kalte Pizzas und Grundsatzdiskussionen. Unsere neues Album soll im Frühjahr erscheinen. Doch bis dahin wird es ein langer Weg.
Ihr könnt uns begleiten bis dahin, in Bild und Wort. Und zwar wird uns die tolle Fotografin Tabea Hüberli nun während den nächsten Wochen an den Fersen kleben und uns beim Proben ablichten, im Studio, an Auftritten. Bereits diesen Sommer war sie mit uns dabei, hier findet ihr die Galerie mit ihren Bildern. Dazu werden nun auch immer wieder das eine oder andere textliche Häppchen dazukommen. Ungeschminkt und unzensuriert, versteht sich. Gutes Vergnügen sei euch gewünscht.