28. November 2006

Die Blätter fallen

...fallen wie von weit, als welkten in den Himmel ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit. Das hat mal Einer über den Herbst geschrieben. Golden sind die Tage, und bei den Dixie Dicks fallen die Lieder vom Himmel als wären es welke Blätter. Wem das nun alles zu bildlich war: Es tut sich was. Wir stehen knietief in den fossilen Brennstoffen der Schweizer Volksmusik und zeuseln. Hie und da gibts einen Gig, wie zum Beispiel am 8.Dezember in der Wunderbar Elvis et Moi, die wir in diesem Jahr nun schon das zweite Mal beglücken dürfen. Dort werden auch erste Brochen unseres neuen Programms zu kosten sein. Im Januar lassen wir es in einem Chrachen krachen, eine Woche Probewoche in einem alten Bauernhaus im Emmental. Und sollten wir nicht elendlich dem Bätzi verfallen, sollte was Anhörliches dabei rauskommen. Fazit dieser vagen Zeilen: Dean Moriarty & The Dixie Dicks go Swiss Folk – und es wird immer konkreter. So long

17. August 2006

"Eine der geilsten Live-Bands der Schweiz"

Hie und da sollte man sich melden, das gehört sich so. Also melden wir uns, ohne viel vermelden zu wollen, mehr so Palaver unter Freunden. Nicht, dass nichts gelaufen wäre. In der Dampfzentrale haben wir uns in den Viertelfinal gespielt, beim Spielen des zweiten Stücks auf einer hübschen Terasse in der Matte brach ein Gewitter über uns ein und beim Woodrock-Festival vom letzten Wochenende fuhr Dean dem Endo Anaconda in seinen Opel, was eine nicht unbeträchtliche Beule hinterliess. Ah ja, im Telebärn tauchten wir auch noch auf, Party People mit dem sympathischen Jean-Claude Galli, und spielten was vor, da besagter Moderator schon so einen sitzen hatte, dass ihm kaum noch Fragen in den Sinn kommen wollten. Einen tollen Satz kam jemand anderen in den Sinn: Ein gewisser "Goodmusiclover" schrieb im Netz nach dem Woodrock, dass wir eine der geilsten Live-Bands der Schweiz" seien. Vielen Dank. Und als Liebhaber guter Musik muss der Herr ja wissen, von was er spricht. Aber, das muss leider noch erwidert werden: Unser Bandnamen-Zusatz lautet "The Dixie Dicks" nicht "Dixie Chicks", Herr "goodmusiclover". Ein Versprecher, der - man versteht es - immer wieder passiert. Selbst unter gewissen Bandmitgliedern. Um nicht endgültig ins seichte Parlieren abzudriften, soll mit harten Neuigkeiten geschlossen werden: Die Dixie Dicks arbeiten an einem neuen Programm, daher wird in nächster Zeit live etwas zurückgeschraubt. Nur soviel sei gesagt: die Volksmusik aus hiesigen Landen hat uns vollends den Kopf verdreht, was an jüngeren Konzerten auch schon hörbar war. So geben wir uns momentan leidenschaftlich der frischen Liebelei hin. Wenn was draus wird, werden wirs, zu gegebener Zeit, mitteilen. So long.

28. Mai 2006

Nach Rock'n'Roll kommt die Glückseelig- und Müdigkeit

Hier sind keine Neuigkeiten, nur eine Meldung über den momentanen Gemütszustand (Sonntag, 20:35). In den letzten zwei Wochen standen wir ungefähr zwölf Stunden auf der Bühne, manchmal gedrängt (gedröhnt hie und da, sagen sie), insgesamt in fünf Lokalen und stets vor Menschen mit guten Temperamenten. Geradezu kochend waren die Bluthaushalte in Luzern; in der Freien Bühne war der Pegelstand am Höchsten, besonders beim zweiten Set (späte Stunde), zu dessen Zweck wir den ganzen Instrumentenplunder nochmals aufstellten (sie sagen, es habe sich gelohnt); im Kairo sangen die Velokuriere zu Göläs umgemodeltem Büezer-Song, der in der Dixie-Version zum Kurier-Song wird (Ha geng ä chli Stoub uf der Lunge, chli Dräck uf der Zungä, u d Wädli tuä scho lang numä weh); im Mokka Thun kitzelten wir viel Plaisier bei einem kritischen Geist hervor, MC Anliker – so viel Plaisir, dass er uns nach dem Gig gleich wieder für im Oktober gebucht hat (und uns später auf einer usbekischen Flöte ein Kurzkonzert in seinem wunderlichen-wunderbaren Bureau gab); und auch bei der liebenswerten Valentine, in der Bar «Elvis et Moi» in der Fribourger Altstadt (Murtengasse 13, muss man mal sehen), der Prinzessin des Kitschs und Königin der Elvis-Fanatiker werden wir wieder spielen, auch da wars schön und wurds spät. Sehr spät (später Nachmittag, sagen sie). Rock'n'Roll waren die letzten beiden Wochen, nun herrscht Müd- und Glückseeligkeit. Moriarty und die Seinen sind ne Band geworden (es riecht nach Pech und Schwefel), und man hat Pläne (Näheres zu gegebenem Zeitpunkt). Und bald gibts wieder einen Gig, einen grossen, in der Dampfzentrale zu Bern. Eintritt frei und Drinks gratis! (Für uns)

25. Mai 2006

Grosses Kino

Dean Moriarty & The Dixie Dicks sind nun in bewegten Bildern zu sehen. Oder neumodischer: Wir haben nun einen Videoclip. Und zwar zum Song «God's Away On Business». Gedreht während des Auftritts in der Turnhalle zu Bern, von einem etwas bärtigen, leicht verstörten Mann, der sich als Wick Nerren vorstellte, und der wie wild sein Objektiv durch die Luft schwenkte. Wir danken dem Herrn von ganzem Herzen, guter Job.

Gigs

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