06. März 2009

An schwarzen Wassern

Die Sonntagsspaziergänger staunten nicht schlecht, als sie unvermittelt auf eine abgehalfterte Truppe Soldaten traffen, die aussahen, als hätte sie eine Zurück-In-Die-Zukunft-Zeitmaschine zweihundert Jahre nach vorne gespickt. Die Schwarzwasser-Spazierer können wir beruhigen: Nein, die Pilze im Ragout waren okay. Die Soldaten, das waren wir. Letzen Sonntag drehten wir am Schwarzwasser einen Videoclip. Regie führt der superbe Regisseur Stascha Bader. Ende Jahr wird sein Doku "Rocksteady: The Roots of Reggae" in die Kinos kommen. An der Kamera stand Frank Messmer, ein Mann so zäh wie ungekochtes Siedfleisch. Dreizehn Stunden filmte Messmer am Stück und musste dabei noch einen bärtigen Hühnerhaufen unter Kontrolle halten. Gedankt sei auch den zahlreichen Helfer, die für uns einen Sonntag in der Kälte verbrachten. Der Clip wird demnächst erscheinen. Fotos vom Dreh sind hier und hier schon mal zu sehen.

13. Februar 2009

Kummerbuben rocken die Musigstubete

Wer ist schon kein Fan der Musigstubete auf Telebärn? Eben. Eine solche Sendung, das gibts in heutigen Zeiten fast nicht mehr. Man ziehe sich schon mal nur das Logo rein. Hudigägeler-Trash wies besser nicht geht. Darum haben die Kummerbuben keine Anstrengung gescheut, um auch mal in der Musigstubete spielen zu können. Und zu unserer grossen Überraschung sagten die Verantwortlichen sogar zu.
Und da dachten wir uns: Wenn schon in der Höhle der Volksmusik, dann muss das auch dokumentiert werden. Das amüsante Zeitdokument gedreht haben Dan, Teddy und Mr. Perez, drei geile Siechen, die auch schon den Live-Clip aus der Mühle Hunziken gedreht haben.


01. Dezember 2008

Logbuch, 3 ­ An der Grenze

Wieder die A1. Immer die A1. Dafür ist das Ziel an diesem grauen Tag ein neuartiges - die Showwelt. Kummerbuben auf SF 1. In einer Sendung, die noch keiner von uns je zu Ende gesehen hat: Die grössten Schweizer Hits. Wir kamen nachmittags um drei Uhr dort an. Im Romantikhotel in Gottlieben waren paar Zimmer für uns reserviert, ein Hotel direkt am See, mit dem romantisch-dunklen Charme eines Lynch-Films.
Vor der Bodensee-Arena wartete ein Karmera-Team. Wir ignorierten es, nicht aus Arroganz, eher aus Unbedarftheit. Erst später merkten wir, dass die tatsächlich wegen uns dort warteten. Im Innern der Showwelt lebte es sich ganz angenehm, man hatte uns eine kleine Garderobe vorbereitet, gleich neben der vom Jodlerklub Wiesenberg. Das Feyr vo dr Sehnsucht. Ein Song mit teilweise atemberaubenden Textpassagen. Egal.
Item. Die Bodensee-Arena steht, was uns vorher nicht bewusst war, gleich an der deutschen Grenze. Was heisst, dass wir zum Wasserlösen rasch auf Deutschland gehen konnten. Auch gleich bei der deutschen Grenze war unsere Ecke, wo wir rauchen durften. Und dort traf man auch auf die eine oder andere Person aus dieser Showwelt. So vergingen die zwei Tage in Windeseile. Wir assen gut. Tranken in einer Siebziger Jahre Bar. Und nach der Show hauten wir mit Personal aus dem Berner Musikkuchen noch etwas auf den Putz in einer Hotellobby. Dabei fanden zwei Herren zueinander, die sich als wunderbares Duo entpuppten. Unser Herr Batkovic und Greis unterhielten die stockdichte Meute, die in den Sesseln hingen, mit Hits und Shits aus siebzig Jahren Musikgeschichte. Nur Baldy stand kurzweilig auf, um etwas Elektroboogie zu tanzen, und Ritschi versuchte sich rasch in Freestyle. Die Szenen sind zwar teilweise aufgezeichnet, aber eine Veröffentlichung haben wir verzichtet. Man weiss ja nie: Manchmal ist es gut, solche Trümpfe in der Hinterhand zu behalten.

01. Dezember 2008

Logbuch, 2 ­ In der Parallelwelt

Noch vor unserem Auftritt in der Rudi-Carell-Show waren wir bei einem anderen wohlklingenden Namen aus der Showbranche: Stucki Pole. In seiner Sendung, die definitiv in die Rubrik Kult gehört: Die Musigstubete. Es war dies das erste Mal, dass es zum Clash zwischen uns und der Volksmusikszene kam. Und da wir schon vermuteten, dass dies ein denkwürdiger Abend werden könnte, nahmen wir noch selber ein paar Kameras mit, um die Szenerie zu filmen. Wir müssen zugeben, dass wir uns sogar etwas in die Senung reingeschmuggelt haben, um
Und es wurde tatsächlich ein denkwürdiger Abend. Nicht, weil man uns wie Eindringlinge behandelten, die wir eigentlich waren, sondern weil man uns mit Neugierde und Wohlwollen begegnete. Inmitten von Jodlerchörli, Örgelitrios und Schlagercombos fühlten wir uns pudelwohl. Nicht gerade dazugehörig, dass schon nicht, aber es war wirklich eine spannende Sache mit Muotathaler Örgeler und Oberländder Naturjodler abzuhängen. Und übrigens: Den Videoclip gibt es bald zu sehen!