Frohe Nachricht aus der Rubrik Privates. Unser Schlagzeuger Tobi hat ein wunderhübsches, kleines Mädchen gekriegt. Das heisst: Seine Liebste hat es gekriegt. Er hat zugeschaut, aber natürlich alle Atemübungen brav mitgemacht. Und jetzt sitzt er ständig im Spital, trinkt Bier neben dem Wöchnerinnenbett und strahlt wie ein Maienkäfer. Die Kleine heisst Selma, ist wie gesagt sehr hübsch, wiegt 3,5 Kilo, ist 49 Centimeter gross, besitzt schon jetzt extrem coole Cowboystiefel und schläft beim Trinken ständig ein. Das passiert dem Schreiber auch ständig, Selma. Übrigens ist es das erste Kind aus dem Hause Kummerbuben. Wann eine Nachpressung folgt, ist noch nicht klar.
Kummerbuben in der Flimmerkiste: Schweiz Aktuell auf SF1 hat eine Reportage über uns Kummerbuben gebracht, aufgenommen im Dezember 07 im Café Mokka zu Thun.
Es geschah so einiges im letzten Jahr. Da hängte etwa eine Frau aus Grossbritanien zwanzig Stunden in einer Telefon-Warteschleife, da wurde eine 73-jährige italienische Oma beim Dealen erwischt, da starb Anna Nicole Smith, die einst als Poster in des Verfassers Schulpult hing, und da gaben wir unsere Scheibe raus. Dass sie gleich so für Wirbel sorgt, nein, das hätten wir nicht gedacht. Aber schön ists!
Und wir haben vor, auch im neuen Jahr Bretter zu rocken und Herzen zu röten. Bald schon in der wunderbaren Mühle Hunziken. Es sei empfohlen, Tickets im voraus zu reservieren. Das läuft in der Mühle wunderbar unmodern: Man ruft auf die Nummer 031 721 0 721 an und spricht auf den Telefonbeantworter.
Der Verfasser dieser Zeilen hat eine nicht zu verbergende Vorliebe für Aphorismen. Einer ist ihm heute über den Weg gelaufen. «Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen», hat mal einer gesagt, der auch mal ein Dixie Dick war, Mark Twain. Daher soll hier unsere Freude mitgeteilt werden, geteilt werden – damit wir mit ihr klarkommen. Wunderbar, die Reaktionen, die wir auf unsere Scheibe und die Taufe kriegen. Das kann etwa am YB-Match sein, wo einer von vier Reihen weiter unten einige Lobesworte hochruft (obwohl dem Empfänger die dreissig Köpfe, die sich danach zu ihm drehten, etwas unangenehm waren), oder auf dem Pissoir oder anderen Myspaces, unter den Lauben oder einige Zentimeter über dem Tresen. Uns freuen solche Reaktionen, manchmal ist es kein leichtes, diese Freude auch ädaqut rüberzubringen. Daher musste das mal gesagt werden.